Dass der Strom aus der Steckdose kommt, wissen alle Verbraucher. Viele wissen auch, wie er erzeugt wird. Und alle kennen den Begriff “Green Energy”. Was es jedoch bedeutet und woraus diese grüne Energie gewonnen wird, können sich nicht alle vorstellen.

Erneuerbare Energiequellen, oder auch regenerative Energiequellen, sind solche, die sich entweder selbst in einem gewissen Zeitraum selbst auffüllen oder die sich nicht erschöpfen lassen. Die Wasserkraft ist eine “unerschöpfliche” Energiequelle. Die natürliche Bewegung (Fließgeschwindigkeit, Brandungskraft) des Wassers wird lediglich genutzt um Turbinen und Generatoren anzutreiben. Wo das Wasser keine oder nicht ausreichende Fließgeschwindigkeit besitzt, wird durch Staubecken oder Flussbegradigungen nachgeholfen. Zu den wichtigsten nicht erschöpfbaren Energiequellen gehört die Windkraft. Wetterbedingte Luftbewegungen werden hier ausgenutzt um hocheffiziente Windkrafträder anzutreiben. Besonders dort, wo immer Wind herrscht, zum Beispiel auf der Nordsee, werden zahlreiche Windparks errichtet. Strahlenenergie, also Sonneneinstrahlung, gehört zum modernen Leben ebenso dazu wie spezielle Kraft-Wärme-Pumpen, welche die Wärmeenergie der Luft oder dem Boden entziehen. Jedes neu gebaute Haus wird mit Sonnenkollektoren und einer entsprechenden Heizanlage ausgerüstet.

Erneuerbare Energiequellen nutzen die Selbsterneuerung. Holz zum Beispiel ist ein nachwachsender, also regenerativer Energieträger. Die Energieerzeugung durch das Verbrennen von Holz hat auch den Vorteil, dass nur die Menge CO2 ausgestoßen wird, die das Holz im Wachstumszeitraum gespeichert hat. Im weitesten Sinne kann auch die Geothermie als regenerativ bezeichnet werden. Auch wenn hier nur die “Restwärme” der Erdentstehung genutzt wird, wird doch durch den radioaktiven Zerfall des Erdkerns diese Wärmequelle immer wieder aufgefüllt.